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Okt 01

Heiße Werbegeschenke Wimpel – dafür stiehlt man sogar Autos!


selbstgestalten.com

Die besten Geschichten schreibt das Leben – Autodiebstahl wegen Wimpel?

Guten Morgen meine lieben Helden des Erfolgs!

In der Pfalz geboren und aufgewachsen zog mich die Liebe nach Baden-Württemberg (Dorf Marlen, 9 km von der Stadt Kehl entfernt). Zwei Wochen lebte ich dort, wollte morgens, noch ein wenig schlaftrunken, mein Auto (ein roter 3er VW Golf, auf dessen Motorhaube ich ein riesiges 1. FCK-Logo selbst aufgesprüht hatte und das im Innenraum zahlreiche Fanartikel als Zeichen meiner Verehrung für die Pfälzer Fußballer beinhaltete) aufschließen, um zur Arbeit zu fahren – nur, da war keines mehr!

Am frühen Morgen waren meine Schwiegereltern in Urlaub gefahren, ich vermutete, dass mein Mann mein Auto in die Garage gestellt hatte. Aber da war es auch nicht!

Ich rief meinen Mann auf dem Handy an und fragte, ob er sich einen Scherz mit mir erlaubt hatte und er soll mir bitte sagen, wo er das Auto versteckt hat, morgens hab ich auf so Spielchen keine Lust (wie gesagt, ich war noch nicht ganz wach).

Seine Antwort: „Ich habe mich auch schon gewundert, wo du deinen Mobby geparkt hast.“ (All meine Fahrzeuge haben Spitznamen bekommen, ja, ich weiß, typisch Frau, aber ist doch harmlos 😉 )

Mir wurde eiskalt, trotz Sommer (es war der 03.08.1999, wenn Ihr Euch erinnert: ein sehr heißer Sommer!).

Planlos wanderte ich erst noch einmal um den Block und suchte meinen Mobby – Fehlanzeige.

Was jetzt folgt, klingt wie erfunden, ist aber wahr (ich habe den Beweis, damals gab es einen Zeitungsartikel über dieses Erlebnis):

Ich rief bei der Polizei an, meldete mein Auto als gestohlen. Der Beamte bat mich ins Präsidium nach Kehl.

Ich: „Äh, wie denn? Mir wurde mein Auto gestohlen!“

Sein Kommentar: „Kann es auch sein, dass Sie nicht mehr wissen, wo Sie es geparkt haben? In Marlen werden keine Autos gestohlen.“

Ich: „Wie bitte? Sagen Sie das mal meinem Golf, der nicht mehr vor der Haustür steht, wo ich ihn gestern Abend ganz sicher abgestellt hatte!“

Der Beamte ließ sich dazu überreden das Protokoll direkt bei mir vor der Haustür aufzunehmen. Ich rief noch im Büro an und berichtete meiner Chefin, dass ich später kommen würde, weil mein Auto gestohlen wurde, die Polizei gleich käme und ich erst mal schauen musste, wann ein Bus nach Offenburg fuhr.

Meine Chefin: „Dein Auto wurde gestohlen? Du wohnst doch erst zwei Wochen hier!“

Ich: „Ja, aber das hat die Diebe nicht davon abgehalten.“

Galgenhumor lässt grüßen.

Nachdem die Anzeige gegen Unbekannt erstellt worden war, kam mein Nachbar (sind immer alle neugierig, wenn irgendwo ein Polizeiauto steht 😀 ) und meinte, er hätte am frühen Morgen einen Krach gehört, dann sei mein Auto mit qualmenden Reifen Richtung Offenburg davongefahren. Auf die Rückfrage des Beamten, warum er nicht reagiert hätte, gab er zu Protokoll, er hätte nicht damit gerechnet, dass hier Autos gestohlen werden. Auf meine Rückfrage, ob er denn je meinen Fahrstil zu bemängeln gehabt hätte, schüttelte er nur den Kopf.

Einen Tag später rief mich die Polizei an, sie haben das Auto in Offenburg in der Nähe eines Fußballstadions (wie passend 😀 ) gefunden, ich kann es dort abholen, sollte aber einen Abschleppwagen bestellen, da das Zündschloss geknackt wurde – da werde ich kein Glück mehr mit meinem Autoschlüssel haben und es starten können.

Am Abend stand ich mit meinem Mann und dem Abschleppwagen vor besagter Stelle – aber es war weit und breit kein Auto zu sehen. Ich rief im Polizeipräsidium an, diese zweifelten mal wieder, ob ich an der richtigen Stelle stand, nach einigem Hin und Her kam ein Beamter – und fand auch kein Auto.

Beamter: „Dann haben die Diebe das Auto schon wieder gestohlen.“

Ich fiel aus allen Wolken. Ich hatte mich eh gewundert, warum die Polizei das Auto nicht auf den Polizeiparkplatz mitgenommen hatte, davon bin ich immer ausgegangen (zur Beweissicherung und Untersuchung von Fingerabdrücken, aber was weiß ich Laie…).

Also das Auto zum 2. Mal als gestohlen gemeldet. Als ich das am nächsten Morgen meiner Chefin erzählte, fiel diese fast vom Stuhl.

Spät am Abend rief mich die Polizei an: Man hat mein Auto in Lahr gesehen, die Diebe wollten ein weiteres Auto aufbrechen, sind dabei gestört worden, mit meinem Auto geflüchtet und entkommen. Mittlerweile konnte ich nur noch über diese Situation lachen.

Ein weiterer Tag später (es war ein Samstag) der Anruf der Polizei: Mein Auto wurde wieder gefunden, unweit der ersten Fundstelle, aber (große Pause) leider ist es nun ein Totalschaden, die Diebe sind an eine Wand gefahren, es würde nun auf dem Polizeiparkplatz stehen, ich kann es abholen.

So fuhr ich ein paar Stunden später auf den besagten Polizeiparkplatz und – Ihr ahnt es – DA WAR KEIN AUTO!! Wohlweislich hatte ich dieses Mal nicht gleich den Abschleppwagen bestellt, sondern wollte mich erst persönlich davon überzeugen, dass mein Auto wirklich da war (mit der Zeit lernt man 😀 ).

Jetzt war ich völlig fassungslos – aber die Beamten im Präsidium auch. Es war noch kein Bericht angelegt worden, an diesem Samstag hatte der entsprechende Beamte keinen Dienst und bei einer Tasse Kaffee und Gebäck (das hatte ich wirklich nötig!) erzählte ich die verrückte Odyssee, die ich bisher erlebt hatte. Die Beamten waren sehr nett und kamen zu dem Schluss, dass mein Auto wohl ein drittes Mal gestohlen wurde – direkt vom Polizeiparkplatz. Das konnte ich mir dann doch nicht vorstellen, schließlich sollte ein Totalschaden durch den Aufprall an der Wand entstanden sein. Zwei Stunden lang telefonierten die Beamten hin und her, bis sich endlich herausstellte: Der Beamte hatte kurz vor Feierabend die Abschleppfirma veranlasst das Auto in die Werkstatt mitzunehmen. Wir fuhren in die besagte Werkstatt und tatsächlich: Da war mein Mobby. Aber wie sah er aus! (Sorry Jungs, auch Mädels weinen, wenn das „Heiligs‘ Blechle“ Schrott ist!)

Gerade frisch über den TÜV gekommen lief der Kleine wie am Schnürchen und nun war die linke Vorderseite total eingedrückt, die Reifen abgefahren, Tür verzerrt, Radio ausgebaut, sämtliche Elektronik herausgerissen – Totalschaden. Und meine Fanartikel verschwunden (später, als sich der größte Schock gelegt hatte, witzelte ich oft, die Diebe hätten gerade meinen Wagen geklaut, weil sie scharf auf die Wimpel waren).

Ende vom Lied: Ich ließ meinen Mobby verschrotten, das Strafverfahren wurde nach einem Monat eingestellt, die Versicherung zahlte nur den unglaublich winzigen Zeitwert des Autos und seitdem fuhr ich mit Bus, Bahn und Rad. Geblieben sind mir nur die Nummernschilder und zwei Fotos.

Copyright Zwerenz Ltd.

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Und die Moral von der Geschicht‘: Wenn Wimpel weggehen wie heiße Semmeln und deswegen sogar Autos gestohlen werden, dann ist dies, selbst gestaltet, das perfekte Werbepräsent und Giveaway, das Eure Kunden immer an Euch erinnert und Neukunden auf Euch aufmerksam macht 😉 :

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